Bearbeiter: Dr. R. Ramlau
Laufzeit: seit 2000
Viele
physikalisch-technische Probleme führen auf die Aufgabe, ein nichtlineares,
schlechtgestelltes inverses Problem zu lösen. Von besonderer Bedeutung ist
dabei die Entwicklung von Verfahren, die unter schwachen Einschränkungen an den
nichtlinearen Operator arbeiten. Diese Bedingungen sollen so beschaffen sein,
dass ein Nachweis für Praxisprobleme, z.B. aus der medizinischen Bildverarbeitung,
möglich ist. Im Mittelpunkt des Interesses stehen Operatoren, die eine
bestimmte Struktur aufweisen, beispielsweise bilineare oder zweimal stetig
differenzierbare Operatoren. Durch eine Kombination der
Tikhonov-Regularisierung mit einem iterativen Algorithmus zur Minimierung des
Tikhonov-Funktionals werden Regularisierungsverfahren entwickelt, die den oben
genannten Ansprüchen genügen.
Insbesondere
werden folgende Aspekte untersucht:
·
Entwicklung von
iterativen Algorithmen zum Auffinden von globalen Minima des
Tikhonov-Funktionals für nichtlineare Operatoren.
·
Entwicklung von
Strategien zur Wahl des Regularisierungsparameters für die
Tikhonov-Regularisierung und allgemeine nichtlineare Gleichungen.
·
Anwendung der
entwickelten Verfahren auf Probleme der medizinischen Bildverarbeitung (SPECT)
und der Ingenieurwissenschaften (z.B. Unwuchtbestimmung in Flugzeugturbinen,
Elektrogeneratoren oder Windkraftanlagen).
Bei
SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography) handelt es sich um eine
medizinische Untersuchungsmethode, mit der Anomalien im menschlichen Gewebe
gefunden werden sollen. Im Gegensatz zur Computertomographie ist der zu
invertierende Operator nichtlinear. Ein Ziel dieses Forschungsprojektes ist es,
die bisher erreichbare SPECT-Rekonstruktionsqualität deutlich zu verbessern.

SPECT-Sinogramm (links) und
Rekonstruktion aus verrauschten Daten (rechts)